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Mittwoch, 22. April 2009
Gefährliche Tabletten

Aktuelle Produktwarnung des BfArM



BfArM warnt vor einem dubiosen Produkt
zur Gewichtsabnahme aus dem Internet



Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor dem Kauf und der Einnahme von Schlankheitsprodukten, die als Nahrungsergänzungsmittel im Internet angebotenen und vertriebenen werden.

Diese Produkte enthalten Inhaltsstoffe, die arzneilich wirken, aber nicht als solche angegeben sind. Für Patientinnen und Patienten sind die chemischen Zusätze in der Regel nicht erkennbar. Über das Internet wurde unter den Seiten „abnehmen-dss.com“ und „dss-fss-diet.com“ ein Produkt in deutscher, türkischer und englischer Sprache als Schlankheitsmittel angeboten, das als reines pflanzliches Präparat ohne Nebenwirkungen beworben wurde („Apfeltabletten“). Es wird unter dem Namen „FSS® - Fat slimming show“ angeboten.

Die durch die Berliner Überwachungsbehörde veranlasste Untersuchung im Landeslabor Berlin-Brandenburg ergab, dass das Produkt die nicht deklarierte Substanz Sibutraminhydrochlorid-Monohydrat in einer durchschnittlichen Menge von 12,5 mg pro Kapsel enthielt. Dieser Wirkstoff ist in dem zugelassenen, verschreibungspflichtigen Arzneimittel Reductil® mit einer Menge von 10 und 15 mg je Kapsel enthalten. Bei diesem Medikament wird eine Kapsel am Tag eingenommen. Die Dosierungsempfehlung bei dem nun als Arzneimittel eingestuften FSS® liegt mit 2 Kapseln pro Tag deutlich über der des zugelassenen Präparates.

Bei der Einnahme von Sibutramin können verschiedene, z. T. schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, u. a. auf das Herzkreislaufsystem oder auch Wechselwirkungen mit verschiedenen anderen gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln. Daher sind sibutraminhaltige Arzneimittel rezeptpflichtig und die Therapie damit muss ärztlich verordnet und kontrolliert werden.

Das Schlankheitsmittel wurde vermutlich in China hergestellt bzw. aus China bezogen. Das Landeskriminalamt hat beim Vertreiber in Berlin noch vorhandene Packungen von FSS® beschlagnahmt. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Arzneimittel auch über andere Vertriebswege in den Verkehr gebracht wird. Kunden, die dieses Produkt erworben haben, wird empfohlen, deren Einnahme sofort zu beenden und ggf. einen Arzt aufzusuchen. Ähnliche Produkte sind schon oft über das Internet angeboten worden. Es sei daher nochmals davor gewarnt, derartige Nahrungsergänzungsmittel aus unsicheren Internetquellen zu erwerben.

Sonntag, 19. April 2009
Die Pille aus der PET-Flasche?

Östrogene in Mineralwasser

Das BfR beurteilt Studie

Wissenschaftler der Universität Frankfurt haben in einer Studie festgestellt, dass sich in Mineralwasser aus PET-Flaschen eine nicht näher identifizierbare Substanz mit östrogenartiger Wirkung nachweisen lässt.

Daraufhin hat das Bundesinstitut für Risikobewertung eine vorläufige Bewertung der Studienergebnisse vorgenommen. Nachweisen lässt sich ja viel die Frage ist nur was und mit welchen Methoden? Und da liegt der Hase im Pfeffer, denn eine Substanz wurde nicht nachgewiesen, sondern nur eine Reaktion in einem in-vitro Test, dem YES-Test.
Bei diesem Test werden genetisch veränderte Hefezellen in einem in–vitro System mit dem Mineralwasser zusammengeführt. Die Hefezellen reagieren sehr empfindlich auf das Hormon 17ß-Estradiol und auch auf ähnlich wirksame Substanzen und da sie reagierten, wurde das Testergebnis als positiv interpretiert.

Ein in vitro Test ohne Substanznachweis führte zu der Annahme dass, Mineralwasser in PET-Flaschen mit Östrogenen belastet sind

Bei den in-vitro Tests gab es die unterschiedlichsten Ergebnisse:
Es gab Mineralwassermarken bei denen die PET-Flaschen eindeutig mehr belastet waren, es gab aber auch Mineralwasserquellen bei denen Glas- und PET-Flaschen ähnlich belastet waren.

Der Östrogengehalt des Mineralwassers konnte nicht eindeutig nur den PET-Flaschen zugeordnet werden

In einem zweiten Versuch, dem so genannten Schneckenversuch, wurde mithilfe von Schnecken und deren Reproduktionsrate der Östrogengehalt von PET-Flaschen getestet.
In zwei verschiedene Flaschen, eine Glasflasche und eine PET-Flasche mit Wasser als Kulturmedium (kein Mineralwasser) wurden Schnecken gehalten und dann nach 54 Tagen deren Reproduktionsrate mit der Reproduktionsrate von Schnecken verglichen, die in östrogenhaltigem Wasser gehalten wurden.
Die produzierten Embryos aus der PET- Flasche waren fast genauso hoch, wie die Anzahl der Nachkömmlinge aus dem Östrogenwasser.
Ob diese Ergebnisse aber relevante Aussagen zum gesundheitlichen Risiko des Verbrauchers zulassen, ist eher zweifelhaft.

In einem zweiten Testsystem schnitten die PET-Flaschen deutlich schlechter ab, aber das BfR hält relevante Aussagen aus diesem Versuchssystem für zweifelhaft

Woher und wie die wirksamen Substanzen in das Mineralwasser gelangen können, kann nach Meinung des BfR aus den vorliegenden Daten nicht beantwortet werden.
Auch die Möglichkeiten, dass sich Substanzen aus dem Deckel der Flaschen lösen, durch Deckeldichtungen dringen, oder direkt aus der Quelle kommen, konnten letztlich nicht bewiesen werden.

Aus Sicht des BfR ist jetzt eine Bestätigung der Testergebnisse durch die Identifizierung der Kontaminationsquelle und die analytische Bestimmung der vorhandenen Konzentrationen von vorrangiger Bedeutung.
Nach diesen Studienergebnissen besteht also keine Notwendigkeit auf PET-Flaschen zu verzichten und auf Glasflaschen auszuweichen

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

Mittwoch, 18. Februar 2009
3D-Echtzeit-Ultraschall in einem Herzschlag

München - Siemens hat das weltweit erste Ultraschallsystem entwickelt, das während eines Herzschlags 3D-Aufnahmen des gesamten Herzens machen kann, die nicht erst aus einzelnen Teilen zusammengesetzt werden müssen. Mit der Technik des Acuson SC2000 können Untersuchungen verkürzt werden. Dieses neue Verfahren der Echokardiographie-Bildgebung ermöglicht eine bessere Versorgung der Patienten. Der Arzt kann die Ergebnisse schneller analysieren und umgehend eine Behandlung einleiten.

Das 3D-Ultraschallgerät enthält eine neue Schallkopftechnologie, deren Elektronik von Forschern der Corporate Technology in München mitentwickelt wurde. Weltweit erstmalig wird der Schallkopf gekühlt, kann dadurch bei höherer Leistung arbeiten und die Informationen wesentlich schneller verarbeiten. Damit wird die vollständige Aufnahme in einem Herzschlag überhaupt erst möglich. Außerdem konnte der Schallkopf kleiner und leichter dimensioniert werden.

Im Hintergrund arbeitet die von Siemens patentierte so genannte Coherent-Volume-Formation-Technik. Sie kann das Bild durch mehrere gleichzeitige Ultraschallwellen oder sogenannte Keulen aufbauen statt mit dem bisher üblichen seriellen Aufbau des Bildes, Zeile für Zeile. Das Resultat ist eine exzellente Bildauflösung mit einem pyramidenartigen Ultraschallbild. Das Acuson SC2000 ist für anspruchsvolle kardiovaskuläre Untersuchungen ausgelegt, die Herz und Blutgefäße betreffen. Intelligente Software ermöglicht wissensbasierte Abläufe auf Basis einer aufwändigen Mustererkennungstechnologie und einer Expertendatenbank, die mit echten klinischen Fällen gespeist wurde. Damit ist das System in der Lage, anatomische Muster und Merkpunkte zu erkennen und automatisch Messungen durchzuführen, die mit der Datenbank abgeglichen werden. Das System leitet automatisch Referenzschichtbilder aus dem vollständigen Volumen ab und errechnet eine Kontur für eine schnelle qualitative und quantitative Auswertung. Forscher von Siemens Corporate Research in Princeton, USA, und Medizintechnik-Experten von Siemens IT Solutions and Services aus der Slowakei steuerten Software für die Bildverarbeitung bei. So ist der behandelnde Arzt unverzüglich in der Lage, vergleichende Analysen vorzunehmen und ein präziseres Ergebnis zu bekommen. An einer eigenen Workstation kann der Kardiologe dann offline den Befund erstellen und die erfassten Daten nacharbeiten.

Kontakt:
Dr. Norbert Aschenbrenner
Siemens InnovationNews Technology Press and Innovation Communications CC MR1
Wittelsbacherplatz 2 - 80333 München
Tel.: +49 (89) 636-33438 Mobil: +49 (160) 3687739

Weitere Informationen unter: http://www.siemens.de/innovation


Mittwoch, 18. Februar 2009
Osteoporose-Patienten brauchen mehr als Kalzium!

Ernährungsratgeber macht knochengesunde Ernährung zur Schlemmerei
Berlin - Das neue Ratgeberkochbuch von Christiane Weißenberger und Sven-David Müller befasst sich mit Osteoporose. Die von verminderter Knochenstabilität gekennzeichnete Erkrankung betrifft in Deutschland 7,8 Millionen Menschen, macht Sven-David Müller deutlich. Grundlage einer knochengesunden Ernährungsweise ist es, auf eine ausreichende Kalziumzufuhr und Vitamin-D-Versorgung zu achten. Ein Gramm Kalzium täglich brauchen Knochen für eine optimale Stabilität. Vitamin D ist wichtig für die optimale Aufnahme und Einlagerung des Kalziums. Viele Menschen in Deutschland leiden unter Vitamin-D-Mangel, da die Nahrung daran arm ist und die Sonneneinstrahlung, die für den Aufbau des fettlöslichen Vitamins in der Haut unerlässlich ist, zu gering ist. Sich kalziumreich zu ernähren, ist nicht kompliziert: 1000 Milligramm Kalzium aufzunehmen, ist nicht schwer. Ein großes Glas entrahmte Milch, eine dicke Scheibe Emmentaler sowie ein kleiner Becher fettarmer Joghurt enthalten bereits ein Gramm Kalzium und das bei einem Kaloriengehalt von 300 Kilokalorien. Vegetarier können ausreichend Kalzium über eine große Portion Broccoli-Gemüse, einen Blumenkohlsalat mit Kräuterdressing, zwei Gläser Sojamilch und eine Handvoll getrocknete Feigen aufnehmen. Das macht es umso erstaunlicher, dass viele Menschen in Deutschland weniger Kalzium aufnehmen.

Die Entwicklung der Knochendichte ist zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr abgeschlossen. Danach beginnt bei jedem Mensch der Knochenabbau. Je höher die Knochendichte bis zu diesem Zeitpunkt ist, desto geringer ist die Gefahr, später Osteoporose zu entwickeln. Aber eine knochengesunde Ernährungsweise bedeutet mehr als einfach nur reichlich Kalzium. Viele Osteoporose-Patienten glauben fälschlich, dass viel Kalzium auch die Knochen aufbaut. Das ist jedoch nicht der Fall. Dafür braucht es neben einer gezielten Ernährungstherapie auch der medikamentösen Unterstützung. Das Ratgeberkochbuch "Ernährungsratgeber Osteoporose" zeigt die theoretischen Grundlagen zum Thema Osteoporose auf und enthält mehr als 60 leckere Rezepte, die für die gesamte Familie bestens geeignet sind. Tabellen mit "Kalziumbomben", aber auch Informationen über die Knochenräuber Oxalsäure, Phytin und Phosphat runden das Ratgeberkochbuch ab. Neben der Ernährungstherapie ist auch die Bewegung wichtig. Hier sind Sportarten und Bewegungsformen effektiv, bei denen ein Widerstand überwunden werden muss. Schwimmen ist daher nicht ideal für Osteoporose-Patienten. Vielmehr sollte zielgerichtet nach fachärztlicher Beratung und unter Anleitung von Physiotherapeuten ein Bewegungsprogramm entwickelt werden. Sven-David Müller und Christiane Weißenberger sind Diätassistenten und arbeiten zusammen seit vielen Jahren erfolgreich als Autoren.

Bibliografische Daten: Ernährungsratgeber Osteoporose, Sven-David Müller/Christiane Weißenberger, Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH und Co. KG, ISBN 978-3-89993-546-, 12,90 Euro Das Buch kann zur Rezension unter diaetmueller@web.de oder direkt beim Verlag (rheinlaender@schluetersche.de) bestellt werden.

Das Zentrum für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Berlin-Charlottenburg widmet sich insbesondere dem Diät- und Ernährungscoaching und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Ernährung, Prävention, Diätetik und Gesundheit. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Diätassistenten sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Der Ernährungs- und Medizinpublizist Sven-David Müller leitet das ZEK.

Kontakt:
Zentrum für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK)
Sven-David Müller, Wielandstraße 3
10625 Berlin-Charlottenburg
Telefon: 030/74780900
Mail: diaetmueller@web.de

Weitere Informationen unter: http://www.svendavidmueller.de


Mittwoch, 18. Februar 2009
Warnungen vor Bräunungsspritzen oft ignoriert

Schädigung von Immunsystem durch Wirkstoff Melanotan


Gesundheitsgefährdung durch Bräunungsspritzen (Foto: pixelio.de, Stephanie Hofschlaeger)

Liverpool (pte/18.02.2009/10:00) - Wiederholte Warnungen vor Bräunungsspritzen - so genannten Tan Jabs - werden in Großbritannien einfach ignoriert, befürchten Gesundheitsexperten wie Michael Evans-Brown von der Liverpool John Moores University http://www.ljmu.ac.uk. Der Einsatz von Melanotan I und II kann das Immunsystem und das kardiovaskuläre System schädigen sowie zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen. Evans-Brown geht sogar davon aus, dass sich das Problem verschlimmert. Seinem Team wurde von Nadeltauschprogrammen von Menschen berichtet, die die illegalen Spritzen weiter benutzen. Bei Melanotan handelt es sich um ein synthetisches Hormon, das die Produktion von Melanin stimuliert. Diese Substanz verleiht der Haut ihre Farbe.

Der Einsatz dieser Medikamente wurde mit Gesundheitsproblemen wie Erbrechen, hohem Blutdruck und Rötungen im Gesicht in Zusammenhang gebracht. Im vergangenen Jahr berichtete die BBC, dass Experten sich Gedanken über Websites und sogar Geschäfte machten, die das nicht zugelassene Produkt verkauften. Seit damals läuft eine Kampagne der Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) http://www.mhra.gov.uk, die die Verkäufer überzeugen soll, dass sie diese Produkte nicht weiter anbieten. Die Medikamente sind derzeit für keine Form der Behandlung zugelassen. Jeder, der sie verkauft, begeht daher einen Verstoß gegen die Gesetze.

Trotz dieser wiederholten Warnungen erhält Evans-Brown mehr und mehr Berichte über den Einsatz dieser Spritzen. In einem Artikel auf der Website des British Medical Journal berichtet er, dass ihn in der letzten Zeit mehr als 30 Gruppen, die sich die Spritzen teilen, zum Einsatz des Medikaments kontaktiert hätten. Der Experte verweist auch auf Internetseiten, auf denen Personen von einem regelmäßigen Einsatz berichten. Laut dem Wissenschaftler scheint dieses Problem immer größer zu werden. Es gebe keine konkreten Zahlen, die Berichte über Schwierigkeiten mehrten sich jedoch. Nutzern müsste klar gemacht werden, dass sie für diese Bräune ihre Gesundheit riskierten. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Michaela Monschein
email: monschein@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-0

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